Orthoptische Visual-Therapie

Orthoptische Visual-Therapie

Wenn Ihre Augen bei Bildschirmarbeit schnell ermüden oder Sie dabei Kopfschmerzen bekommen, Sie beim Blickwechsel verschwommen sehen oder Buchstaben beim Lesen „tanzen“, empfiehlt sich eine augenmedizinische Abklärung. In unserer Ordination arbeiten dazu Augenärztin und Orthoptistin eng zusammen, ergründen die Ursachen und schlagen Therapiemaßnahmen wie zum Beispiel eine orthoptische Visual-Therapie vor.

Sie leiden unter folgenden Beschwerden?

  • Schnell ermüdende Augen bei Bildschirmtätigkeit
  • Verschwommenes Sehen beim Blickwechsel von Nah auf Fern oder von Fern auf Nah
  • „Tanzende“ Buchstaben
  • Doppelbilder
  • Kopfschmerzen beim Lesen, Bildschirmarbeiten etc.

Sollte nach der ärztlichen Kontrolle das Auge organisch gesund sein und die Anpassung einer Bildschirm-Brille und benetzende Augentropfen keinen ausreichenden Erfolg gebracht haben, führe ich eine ausführliche Analyse der höheren Sehfunktionen durch.

Hierbei wird die Sehleistung in unterschiedlichen Distanzen, die Zusammenarbeit beider Augen und die Augenbeweglichkeit geprüft. Finden sich Auffälligkeiten wie

  • Störung des Scharfstellmechanismus ( z.B. Akkommodationsstörung, Störung der Akkommodations-Flexibilität, Pseudomyopie),
  • versteckte (=latente) Schielwinkel ( z.B . Exophorie oder Esophorie) oder
  • Fusions- oder Konvergenzstörung,

entscheide ich, ob evtl. Prismen- oder Gleitsichtbrillen angepasst werden müssen oder ob eine orthoptische Visual-Therapie erforderlich ist. Hierbei wird ein für jeden Patienten maßgeschneidertes Übungsprogramm erstellt, um die Zusammenarbeit beider Augen zu verbessern, Verspannungen im Auge zu lösen und die Belastbarkeit des gesamten Sehsystems zu stärken.

Die orthoptische Visual-Therapie kann auch bei beginnender Altersweitsichtigkeit (= Presbyopie) mit Hilfe gezielter Akkommodationsübungen angewendet werden, um die Verwendung einer Lesebrille hinauszuzögern. Diese Übungen sollten aber keinesfalls mit unseriösen Angeboten verwechselt werden, die ein Wegtrainieren von Brillen versprechen.

Auch bei Schulkindern mit Lernproblemen, Konzentrationsschwächen, Lese-/ Rechtschreibschwächen, Rechenschwächen oder CVI (=cerebrale visuelle Informationsverarbeitungsstörung) sollte immer neben einer augenärztlichen Untersuchung auch eine umfangreiche orthoptische Abklärung und ein visueller Belastungstest stattfinden. Werden dabei Defizite im visuellen Bereich aufgedeckt, entscheide ich, ob eine Brille als Therapie genügt oder ob zusätzlich eine orthoptische Visual-Therapie indiziert ist.

Die orthoptische Abklärung ersetzt keine klinisch/psychologische Austestung auf Legasthenie. Augenprobleme sind nicht die Ursache für eine echte Legasthenie, können legasthene Beschwerden allerdings vortäuschen oder die Beschwerden verstärken. Eine Brille oder eine Visual-Therapie können die Legasthenie nicht heilen, aber die nötigen Voraussetzungen für ein anstrengungsfreies, entspanntes Sehen beim Lesen, Schreiben und Rechnen schaffen.

Für eine erfolgreiche orthoptische Visual-Therapie sind mehrere Trainingseinheiten unter meiner Anleitung erforderlich. Eine Mappe mit Übungsanleitungen für zu Hause wird ohne weitere Kosten beigestellt.

Die Therapiekosten orientieren sich an den üblichen MTD-Tarifen von EUR 1,50 pro Minute. Ich darf in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass es sich hierbei um eine reine Privatleistung handelt, die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht.

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